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Jägersburger Geschichte im Kurzabriss
Jägersburg war schon in der Steinzeit
besiedelt. Auf dem Häupelskopf finden sich Reste einer frühkeltischen Höhenfestung und rund um den Ort liegen in den ausgedehnten Wäldern zahlreiche Hügelgräber. Während der zweiten fränkischen Besiedlungsepoche um
750 entstand der Ort Hattweiler, damals Hattwilre genannt, im Bereich des heutigen Websweiler Weges und der Höcher Straße.
Unweit davon wurde wohl in salischer Zeit eine Motte oder kleine Burg errichtet, die zu dem gewaltigen Einzugsgebiet der Grafen in Saarbrücken gehörte.
Während eines Zwistes zwischen dem Grafen Simon von Saarbrücken und seinem Schwiegervater, dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa errichtete letzterer um 1180 eine neue Burg in Hattweiler. Da der Kaiser die bisher
durch das Lambsbachtal führende Salzstraße umleitete und durch das Glantal nach Bingen führte, kam dieser kleinen Burg die einträgliche Aufgabe des Geleitschutzes zu.
Die ersten urkundlich erwähnten Herren waren Bartholomäus und Salmine von Hattweiler.Diese reiche Familie verschwindet allerdings in den Wirren der Fehde
zwischen den Grafen von Zweibrücken und dem Haus de Bar in Lothringen im Dunkel der Geschichte. Die Herren in Hattweiler wechselten sich ständig ab. Die Pfalzgrafen bei Rhein, die Herzöge von Zweibrücken, und die
Grafen von Saarbrücken sind nur wenige davon. Auch andere bekannte wohlklingende Namen tauchen auf, Boos von Waldeck, Richard von Steinkallenfels, Breder von Hohenstein und immer wieder die Herzöge.
Herzog Johann I. von Pfalz-Zweibrücken nutzte die alte Stauferburg als Jagdschloß und nannte den Ort in Hansweiler um. Herzog Gustav Samuel Leopold ließ die
Burg erneut von seinem schwedischen Baumeister Erikson Sundal umbauen und nannte sie Gustavsburg.
Erst Herzog Christian IV von Pfalz-Zweibrücken gab dem Ort 1749 seinen heutigen Namen: Jägersburg. Von 1752 bis 1756 ließ er ein Jagdschloß errichten, das
bereits im Stil des frühen Klassizismus gebaut wurde. Seinen Park legte kein geringerer als Petri an, der schon von dem barocken Muster abwich und deutliche Anleihen bei englischen Vorbildern nahm.
Zwischen 1776 und 1778 nahm Herzog Karl II. August hier Residenz, bis sein neues Domizil auf dem Karlsberg bei Homburg bezugsfertig war.
Genauere Daten können im Burg- und Schloßmuseum erlebt werden, dessen Besuch für jeden Besucher lohnenswert ist.
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