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Hügelgräber

Hügelgräber um Jägersburg

Rund um Jägersburg finden sich zahlreiche Grabhügel aus der Zeit der Kelten. Allein der Hang unterhalb des Forsthauses beherbergt über zwanzig Tumuli, wie die künstlichen Hügel genannt werden. Die ältesten Gräber werden in die Zeit um 600 b. C. datiert, die jüngsten dürften etwa 80 b. C angelegt worden sein.

Verfolgt man die Topographie, so stellt man überrascht fest, daß diese Gräber neben alten Straßen angelegt wurden, also außerhalb des eigentlichen Wohnbereiches. Gerade die ältesten Hügel liegen schon nahe bei Waldmohr und haben wohl mit der hier ansässigen Bevölkerung wenig zu tun. Es steht zu vermuten, daß der Brauch der Hügelbestattung von durchziehenden Gruppen mitgebracht wurde.

Etwa um 800 b. C. vertrieb eine Klimaverschiebung große Teile der in Skandinavien ansässigen Germanen nach Süden. Durch den ständigen Druck auf die in Thüringen beheimatete keltische Bevölkerung, Turonen genannt, kam es zu einer Wanderung nach Westen. Sie sollte erst am Atlantik enden, in der Nähe der heutigen Stadt Tours. Zu dieser Zeit herrschte in unserer Region noch die Urnenbestattung vor. Die zahlreichen Höhenbefestigungen, auf dem Häupelskopf finden wir eine davon, sehr viele andere im Lambsbachtal, dürften auf diese Wanderung zurückgehen. Naturgemäß blieben Teile der wandernden Gruppen immer wieder einmal auf ihrem Weg hängen und wurden von der ansässigen Bevölkerung assimiliert. Kulturelle Bestandteile wurden ausgetauscht und so kam wohl auch die Grabhügelbestattung hier in Mode.

Funde aus den Gräbern finden Sie im Burg- und Schloßmuseum. Ein Besuch lohnt sich.

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