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Die Jägersburger Weiher

Das Ortsbild wird eindeutig von den vielen Weihern mitgeprägt. Diese angestauten Wasserflächen blicken auf eine lange Tradition zurück. Zum einen diente der Schloßweiher der Sicherheit der Burganlage und zum anderen bedingte die Nähe des Klosters Werschweiler und des Klosterhofes in Websweiler eine ganze Reihe von Gewässern zur Fischzucht. Fisch darf schließlich auch Freitags und in der Fastenzeit gegessen werden.






Auch die ausgedehnten Wälder um den Ort sorgten erstmals für die Anlage weiterer Weiher. Die  Holzschneidmühlen, in denen die frisch gefällten Bäume zersägt wurden, konnten nur mit Wasserkraft angetrieben werden. Am Schloßweiher steht noch heute das Gebäude einer dieser Sägemühlen.

Der große Brückweiher, der seinen Namen einer kleinen Steinbrücke verdankte, über die jene wichtige Handelsstraße führte, wird 1547 erstmal erwähnt. Auch er diente einer Schneidmühle als Antriebskraft.

Zwischendurch immer wieder einmal trockengelegt gab die Gemeinde Jägersburg in den fünfziger Jahren dem Weiher sein jetziges Aussehen.

Auch der an den Brückweiher anschließenden Mölwoog diente früher einer Sägemühle als Reservoir. Beim Bau des Jagdschlosses wurde er wieder trockengelegt und das Areal in den Schloßgarten integriert.

Auch der Spickelweiher blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde schon 1564 in der berühmten Karte von Tilemann Stella erwähnt. Heute wird er zur Fischzucht genutzt.


Neben den noch vorhandenen Fischweihern wurde in der Geschichte noch so manches andere  Gewässer genannt, das heute nicht mehr existiert. Erwähnt werden der Motzenweiher, der  Kellerwoog, der schwarze Weiher und der Friedrichswoog.

Aus dieser Tradition heraus entwickelte sich das typische Bild Jägersburgs in einer Symbiose aus Wäldern und Wasser. Der heutige Besucher findet gerade in dem Tal zwischen dem Schloßweiher und dem Brückweiher in heißen Tagen Ruhe und Kühle unter einem dichten Laubdach an den Ufern  der vielen Weiheranlagen und erlebt eine angenehme Entspannung vom Alltag.

 

 

 

 

 

Bilder: Carmen Vicari

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