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Die Ortsteile Websweiler und Altbreitenfeld
Websweiler wurde wie Jägersburg
während der zweiten fränkischen Besiedlungswelle gegründet. In der Nähe des heutigen Websweiler Hofes stand im ersten Jahrhundert n. C. eine Villa rustica. Eine Sandsteinurne aus jener Zeit befindet sich heute im
Burg- und Schloßmuseum. Schon sehr früh etablierten sich Mönche auf einem Gehöft, die nach und nach das gesamte Areal vereinahmten. In einer Urkunde des Papstes Eugen III wird dem Kloster Wadgassen am 27. Mai
1152 päpstlicher Schutz zugesichert. Unter anderem werden auch zwei Allode in "Woppenswilre" genannt, deren Vorbesitzer Udo nebst seinen Brüdern und seiner Schwester, bzw. Rohrig und Hadelugis, auch
Adelogis genannt, die Liegenschaften dem Kloster übereignet hatten. Die später folgenden Päpste Alexander III (11.04.1175) und Coelestin III (18.04.1197) erneuerten die Schutzgarantie. Der Klosterhof wuchs bald
an und offensichtlich wurde auch Gelände hinzugepachtet. Im Jahre 1240 mußte das Kloster Wadgassen dem Acco, Sohn des Godefried Germann für die Weiderechte in
Woppenswilre 40 Solidi (Goldstücke) zahlen. Durch den Klosterhof konnte der Ort sich nicht weiter entwickeln und im Laufe der Jahre blieb er allein von der Ansiedlung übrig. Die Kapelle des Hofes wurde ab 1458 vom Jägersburger Pastor betreut.
Im 16. Jahrhundert verfällt der Klosterhof und wird schließlich 1587 von Pfalzgraf Johann I an Hans Seibel in Waldmohr verpachtet. Das Anwesen besteht außer den ruinierten Gebäuden, die zu renovieren sind, aus
315 1/2 Morgen Ackerland, 22 1/2 Morgen Büschen und 15 1/2 Morgen Wiesen. Der ehemalige Klosterhof wird offensichtlich während des schwedisch-französischen Krieges (1635-1648) niedergebrannt. Ab 1687 wird das
Gelände wieder verpachtet und der Hof neu errichtet. 1710 wird auf einem Teil des Geländes der Altbreitenfelder Hof gegründet.
Das heutige Websweiler entstand 1895 als Bergmannssiedlung auf etwa 100 Morgen Land des Hofes für die Grube Frankenholz und die
von einem bayerischen Geschäftsmann aufgezogene Schwindelgrube Nordfeld.
Der Altbreitenfelder Hof entwickelte sich schon etwas früher weiter und 1844 standen bereits zehn Bauernhöfe in der Ansiedlung.
Beide Ortsteile gewannen nach dem zweiten Weltkrieg an zusätzlicher Substanz. In Websweiler findet der geneigte Besucher eine große Golfanlage auf dem Areal
des alten Websweiler Hofes.
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