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Das Burg- und Schloßmuseum Jägersburg ist mehr als nur ein Heimatmuseum im engeren Sinne

Allein die unterschiedlichen Sammlungen, die einmal die Geschichte des Ortes chronologisch wiedergeben, sind bereits sehenswert und sprengen den Rahmen der üblichen Ortsmuseen.

Besonders erwähnenswert sind natürlich Funde aus den zahlreichen Keltengräbern, die auf der Gemarkung aus der Zeit von 600 bis 80 v.C. in reichem Maße vorhanden sind. Aber auch Funde aus Gallo-römischer Zeit runden das Bild ab.

 

Kernpunkt der Sammlungen allerdings bleiben die Herzöge von Zweibrücken, zu deren Domäne der Ort schon sehr früh gehörte. So finden sich Repliken der Greinberg-Sammlung, die nahezu alle Porträts der Herzöge beinhaltet neben anderen Malern der Zweibrücker, wie Ziesenis und Mannlich in den Räumen und verdeutlichen den Erholungsaspekt des Ortes, der schon seit dem 15. Jahrhundert den Herrschenden zur Entspannung diente.

Ein naturgetreues Modell des ehemaligen Jagdschlosses, von dem schon der alte Goethe berichtete, zeigt den Prunk einer untergegangenen Epoche.Urkunden, die das Werden des Ortes begleiteten und von nahmhaften Verfassern gesiegelt wurden, liegen neben einer umfangreichen Siegelsammlung von Feudalherren, die mit Jägersburg unmittelbar zu tun hatten.

Träger des Museum ist der Heimat- und Verkehrsverein, der die Sammlungen 1984 in einem kleinen Raum der Burg begann.

Dank vieler regionaler und überregionaler Spender konnten die Bestände rasch erweitert werden. Leider kann das umfangreiche Archiv nicht genutzt werden, da die Räumlichkeiten bei weitem nicht ausreichen. Deshalb stagnieren auch die Sammlungen und können nicht in dem Maße erweitert werden, wie das Interesse vorhanden ist.

Bereits 1986 begann der Verein mit kulturellen Sonderbeiträgen, die heute von der Stadt als "Kleinkunst im Museum" weitergeführt wird. Barocke Kammerkonzerte junger Künstler der Musikhochschule an der Universität des Saarlandes bildeten den Auftakt. Vorträge und
Ausstellungen rundeten das Angebot zusätzlich ab. Auch heute werden Konzerte und Ausstellungen im großen Saal der Burg angeboten und vervollständigen das kulturelle Angebot in Jägersburg.

Der extreme Platzmangel verhinderte bisher nicht nur den weiteren Ausbau der Sammlung,Sonderausstellungen über einen längeren Zeitraum hinweg sind leider ebenfalls nicht möglich.


Da der Eintritt frei ist, kann jedem Besucher des Ortes eine Stipvisite in die Räume der alten
Stauferburg nur empfohlen werden.

Das Museum ist an jedem Sonn- und Feiertag in der Zeit von Mai bis Oktober geöffnet.

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